Weitere Digitalisierung bei Sound und Licht – hohe Vorbildtreue

Weitere Digitalisierung bei Sound und Licht – hohe Vorbildtreue

Fleischmann tritt 2015 mit einer Vielzahl von Modellen in den Maßstäben H0 (1:87) und N (1:160) aus verschiedenen Epochen (Epoche I bis Epoche VI) an. Große Aufmerksamkeit erhält der Maßstab N mit zwei großen Formneuheiten und einer aufwändigen Formmodifikation. Außerdem im Fokus: die weitere Digitalisierung von Fahrzeugen mit Sound und Lichtfunktionen in beiden Maßstäben. Bislang gab es beispielsweise die BR 221 in N nur in Doppeltraktion als Soundlok, nun besitzt auch die Einzellok Sound. Ziel aller Fleischmann-Neuheiten ist die Vorbildtreue.

Einmalserie „Preußischer Personenzug“ der K.P.E.V. (H0) – Mit der Einmalserie 2015 „Preußischer Personenzug“ der K.P.E.V. stellt Fleischmann einen typischen Personenzug der Epoche I vor, der mit farbenfrohen Fahrzeugen aus der Länderbahnära aufwarten kann. Bei der Zuglok, der preußischen P 8, handelt es sich um eine Meisterleistung des bekannten Lokomotivkonstrukteurs Robert Garbe. Insgesamt 3.948 Vorbildmaschinen standen bei den damaligen Bahngesellschaften auch außerhalb der deutschen Grenzen im Einsatz. Die Modelle der dreiachsigen Abteilwagen sind komplette Neukonstruktionen des fränkischen Traditionsunternehmens. Sie bestechen durch angesetzte Griffstangen und zahlreiche liebevoll gestaltete Details. Feine Speichenräder sowie eine mehrfarbige Lackierung und Anschriftenbedruckung runden das Finish der Wagen ab. Die beiden Soundvarianten der Einmalserie machen den Betrieb mit der Modellbahn noch authentischer. Sämtliche Originalgeräusche der P 8 können mit einem

leistungsfähigen Mikrolautsprecher perfekt wiedergegeben werden.

Elektrolokomotive BR 160 der DB (H0) – Für den Verschubdienst auf den großen bayerischen Bahnhöfen wurden von der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft ab dem Jahr 1927 14 Exemplare der Baureihe E 60 in Dienst gestellt. Sie hatten eine Leistung von 1.074 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h. Die drei stangengekuppelten Treibachsen mit Blindachse und der Antrieb mit dem Doppelmotor sowie den Schrägstangen der Bauart Winterthur entsprachen einer „halben“ Güterzug- Ellok der BR E 91. Selbst in der Epoche IV waren noch einige Exemplare, jetzt als BR 160 bezeichnet, im Einsatz. Stationiert waren sie in den Bahnbetriebswerken Garmisch, Rosenheim, Freilassing, Heidelberg und Treuchtlingen.

Gegenüber den E 60-Modellen der Epochen II und III (2014) besitzen die diesjährigen Neuheiten an beiden Lokenden Rangierübergänge sowie zusätzliche seitliche Führerstandsfenster. Auch die Dachausrüstung und weitere Details wurden von den Heilsbronner Konstrukteuren aufwändig dem Epoche IV-Vorbild angepasst. Besonderheiten der digitalen Ausführungen sind neben dem authentischen Sound der eingebaute Pufferkondensator, der eine unterbrechungsfreie Spannungsversorgung sowie fernsteuerbare Digitalkupplungen garantiert.

Abteilwagen der Bauarten C3 pr11 und C pr21 der DB (H0) – Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließen die Preußischen Staatseisenbahnen Normalien für ihre Betriebsmittel entwickeln. Die Musterzeichnungen, auch Musterblätter genannt, definierten ebenfalls die Konstruktionsmerkmale der dreiachsigen Abteilwagen, die ab 1895 von den Staatseisenbahnen im großen Stil beschafft wurden. Als besonders erfolgreich zeigten sich die Waggons, die ab 1910 nach den Musterblättern 9a/b sowie Ib 11 entwickelt wurden. Weit über 20.000 Exemplare dieser Abteilwagen kamen zum Einsatz. Damit handelt es sich bei der preußischen Bauart C 3 Pr 11 bzw. C pr21 um den wohl meistgebauten Reisezugwagen der Welt. Auch heute sind noch einige Exemplare bei Museumsbahnen im Bestand.

Fleischmann bringt die feinst detaillierte Neukonstruktion, die mit zahlreichen extra angesetzten Details und freistehenden Griffstangen aufwarten kann, nicht nur in der Epoche III der DB, sondern auch als Farb- und Bedruckungsvarianten der ÖBB, der DR in der ehemaligen DDR sowie der ČSD. Sämtliche Modelle sind in der beliebten Epoche III historisch angesiedelt und sind mit oder ohne Bremserhaus sowie als drei- oder zweiachsige Version (DB/DR) verfügbar.

Einmalserie „Preußischer Personenzug“ der K.P.E.V. (N) – Dass die Fahrzeuge der preußischen Staatsbahn ebenfalls durch eine besondere „Tugendhaftigkeit“ glänzten, war sicher kein Zufall. Größtenteils wurden die Lokomotiven nicht unter staatlicher Regie gebaut, sondern von den jeweiligen Bahngesellschaften selbständig beschafft. Diese gingen in vielen Fällen erst bei späterem Eigentümerwechsel zusammen mit der Bahn in den preußischen Fahrzeugbestand über. Daraus erklärt sich auch die sehr hohe Zahl von etwa 80 Typen und Varianten, die überwiegend innerhalb der Baujahre von 1877 – 1895 entstanden. Die Verteilung nach Typenvarianten bzw. unterschiedlichen Bauarten zeigt in Preußen ein Übergewicht der Tenderlokomotiven.

Das Vorbild der Lokomotive, die 2015 den „Jahreszug“ von Fleischmann bespannt, wurde bis zu ihrer Umzeichnung im Jahr 1924 in BR 92.5-10 bei der K.P.E.V als T 13 eingeordnet: „T“ für Tenderlok und „13“ für ein leistungsfähiges Exemplar. Als authentische „Zeitzeugen“ bereichern die damals allgegenwärtigen dreiachsigen Durchgangswagen die nicht nur optisch hochinteressante Zugkomposition. Wie viele Fahrzeuge der K.P.E.V. zeichneten sich diese als ausgesprochen geglückte, langlebige Konstruktion aus. Modellbahner freuen sich über die genormte Schnittstelle der Zuglok, die eine problemlose Digitalisierung mit nur wenigen Handgriffen erlaubt. Als ebenfalls sehr praxisnah erweisen sich die kulissengeführten Kurzkupplungen sämtlicher Waggons.

Dampflokomotive BR 01.10 mit ausgesparter Triebwerksschürze der DRB (N) – In der Vorkriegszeit – also in den späten dreißiger Jahren – wurde das gesamte Material der Deutschen Reichsbahn bis an die Grenzen der Belastbarkeit gefordert. Das einzige, was zählte, war Geschwindigkeit, Geschwindigkeit und nochmals Geschwindigkeit. Cw-Werte waren nahezu unbekannt. Dennoch erkannten die Verantwortlichen der DRB, dass schiere Kraft alleine keine hohen Geschwindigkeiten erlaubte. In den Jahren 1939/40 wurden 50 Dreizylindermaschinen der BR 01.10 entwickelt. Mit einer Stromlinienverkleidung versehen verminderte sich der Luftwiderstand drastisch. Fahrversuche bestätigten die Vermutung, dass die Maschinen locker 150 km/h erreichen konnten und dabei die effektive Zugkraft am Haken um fast 50 Prozent gesteigert wurde. Um etwaigen Maschinenschäden vorzubeugen, wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 140 km/h reduziert. Noch vor Kriegsende wurden zuerst die seitlichen Verkleidungsjalousien entfernt, um die Zugänglichkeit der Triebwerksteile zu erleichtern, später bei allen Exemplaren die gesamte Stromlinienverkleidung, die erst ab 100 km/h effektive Vorteile brachte.

Fleischmann reagiert auf diesen Umbau und bietet den „Edelrenner“ nun mit ausgesparter Triebwerksschürze an. Zusätzlich zu der aufwändigen Formänderung wurde das Modell technisch überarbeitet und erhält u.a. eine Spitzenbeleuchtung mit wartungsfreien LED. Ein optischer Leckerbissen besonderer Art ist die stahlblau lackierte 01 1102 des privaten Eigentümers TEAG/SEH, die Fleischmann ebenfalls als analoge Lok mit genormter Digitalschnittstelle und als DCC-Soundvariante bringt.

Elektrolokomotive „Kunstlok“ Rh 1116 der ÖBB (N) – Bereits Tradition bei Fleischmann und Roco hat die alljährliche Kunstlokomotive in einem auffälligen Sonderdesign. Nachdem 2013 die Komponisten Guiseppe Verdi und Richard Wagner auf der Lok 1216 019 geehrt wurden, folgte 2014 die Lok 1116 077 im Design von Michelangelo Bounarroti und Galileo Galilei. Die Tradition wird auch 2015 mit einer Lokomotive der Baureihe 1116 in Kooperation mit den Österreichischen Bundesbahnen fortgesetzt. Für das Design ist die Künstlerin Gudrun Geiblinger verantwortlich. Wer der Künstler auf der markanten Taurus Lok sein wird, wird im Mai 2015 bekanntgegeben.

Elektrolokomotive E 69 05 der DRB (N) – Für die Ammergaubahn beschaffte die Münchener Localbahn AG insgesamt fünf elektrische Lokomotiven mit der Bezeichnung LAG 1 – 5. Katharina, Pauline, Hermine, Johanna und Adolphine lauteten ihre Namen bis 1938, danach ganz trivial E 69 01 – 5 genannt. Als die zuletzt produzierte Adolphine im Jahr 1930 ausgeliefert wurde, spendierten ihr die Hersteller Maffei und SSW eine um 1.200 mm größere Länge über Puffer und eine um 405 kW höhere Dauerleistung als ihre älteste Schwesterlok Katharina, die bereits 1905 auf die Gleise gestellt wurde. Die starke Adolphine, spätere E 69 05, wurde zu DB- Zeiten hauptsächlich im Güterzugdienst eingesetzt, den sie bis zu ihrer Ausmusterung im Jahre 1981 ohne Probleme versah. Mittlerweile befindet sich die betriebsfähige Lok im Besitz des Bayrischen Localbahnvereins. Bei Sonderfahrten kann das historische Fahrzeug dank guter Pflege auch heute noch „live“ erlebt werden.

Fleischmanns Neukonstruktion wird als analoge sowie als digitale Variante angeboten. Trotz ihrer Länge von nur 54 mm besticht das winzige flaschengrüne Modell durch eine absolute Maßgenauigkeit und zahlreiche extra angesetzte Steckteile. Für Freunde der Nachkriegsepoche III der Deutschen Bundesbahn wird die kleinste, je von Fleischmann produzierte Elektrolokomotive in purpurrote Farbe mit allen epochentypischen Details und Beschriftungsangaben entwickelt.

Diesellokomotive BR 221 der DB (N) – Die Baureihe V 200.1 ist eine Weiterentwicklung der V 200. 1962 wurde die erste Lok an die DB geliefert. Die Universallok leistet 2.700 PS. Damit kann sie unterschiedlichste Zuggattungen befördern. Legendär waren die Schnellzug-Einsätze auf der Vogelfluglinie oder auf der gebirgigen Schwarzwaldbahn. Auch nach ihrer Ausmusterung bei der DB blieben etliche Exemplare der Diesellok-Legende erhalten und stehen nun in Diensten privater Eisenbahnunternehmen wie beispielsweise der österreichischen Rail Transport Service GmbH (RTS).

Dank der Entwicklung kleinster, dabei ausgesprochen leistungsfähiger Lautsprecher kann Fleischmann die BR 221 erstmals als Soundvariante in einer Solo-Lok anbieten. In der Vergangenheit war dafür noch eine Doppeltraktion nötig, d. h. die erste Lok war motorisiert und die zweite, festgekuppelte Maschine beherbergte die Elektronik und den Lautsprecher. Neben der DCC-Sound-Variante gibt es auch ein analoges Modell mit genormter Digitalschnittstelle. Auch die farbenfrohe RTS-Diesellok 221. 105 wird für den analogen Betrieb sowie mit DCC-Sound erhältlich sein. Ob analog oder digital: Alle Fleischmann-Modelle der BR 221 haben eine kulissengeführte Kurzkupplung sowie eine ansteckbare geschlossene Frontschürze für ein perfektes optisches Finish.

Diesellokomotive BR 245 der DB AG (N) – Mit der Beschaffung von 200 Exemplaren der brandaktuellen BR 245 werden bei der DB AG die veralteten dieselhydraulischen Lokomotiven der BR 218 sukzessive abgelöst. Neben der Staatsbahn rückt der umweltfreundliche Kraftprotz auch in den Fokus privater Eisenbahnverkehrsunternehmen. Revolutionär ist das Antriebskonzept der neuen TRAXX Lokomotive des Typs P160 DE ME: Die kompakten Boliden haben eine Gesamtmotorenleistung von 2.252 kW, erfüllen die strenge EU- Abgasnorm „Stage IIIB“ und erreichen – kraftstoffsparend und extrem leise – eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. Eine Besonderheit macht dies möglich: das Mehrmotorenkonzept der Lokomotiven mit vier Dieselmotoren und eine Leistung von jeweils 563 kW. Dadurch können Dieselmotoren nach Bedarf zu- bzw. abgeschaltet werden. Es wird also nur so viel Energie verbraucht wie gerade benötigt. Dieser „Trick“ senkt die Umweltbelastung spürbar.

Bei so viel innovativen Entwicklungsideen – verwirklicht an der Vorbildlok – darf Fleischmanns neues N-Modell auch beweisen, was an aktueller Ingenieurskunst im Maßstab 1:160 möglich ist. Eine kulissengeführte Kurzkupplung, das wartungsfreie LED-Spitzenlicht mit automatischem Lichtwechsel von Weiß auf Rot, der beleuchtete Zugzielanzeiger, die genormte Digitalschnittstelle sowie die angesetzten Ätzteile verwandeln die an sich schlichte Lok mit ihren glatten Formen in ein technisches sowie optisches Meisterwerk. Optional ist die verkehrsrote Neukonstruktion auch als DCC- Soundlok erhältlich.

Die Modelleisenbahn Gruppe mit Sitz in Bergheim bei Salzburg (Österreich) ist mit den beiden Marken Fleischmann und Roco der europäische Marktführer im Segment Gleichstrom sowie die Nummer zwei im europäischen Geschäft für Modelleisenbahnen. Aktuell beschäftigt sie in vier Ländern 750 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 50,5 Millionen Euro (2014). Das Unternehmen verfolgt eine Mehrmarkenstrategie: Roco zeichnet sich durch digitale Innovationen und eine stark internationale Produktpalette aus; Fleischmann gilt mit seiner Tradition von mehr als 125 Jahren als die deutsche Ikone unter den Gleichstrom-Modelleisenbahnen. Das junge Geschäftsfeld „Next Generation“ bietet hingegen eine Spielewelt für Modelleisenbahnen und richtet sich an die Zielgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen.

 

Neuheiten auf einen Blick – H0

Modell

Ausstattung

Art.Nr.

Einmalserie „Preußischer Personenzug“ der K.P.E.V.

Gleichstrom

481501

Gleichstrom-Sound

481571

Wechselstrom-Sound

391571

Elektrolokomotive BR 160 der DB

Gleichstrom

436003

Gleichstrom-Sound mit Digital- Profikupplung

436073

Gleichstrom-Sound mit Digital- Bügelkupplung

436076

Wechselstrom-Sound mit Digital- Bügelkupplung

396073

Abteilwagen der Bauarten C3 pr11 und C pr21 der DB

Gleichstrom

507001/ 507101/ 507151/ 507051

Farb- und Bedruckungsvarianten der ÖBB

507003/ 507053

Farb- und Druckvariante der DR in der ehemaligen DDR

507052/ 507102 507152/ 507002

Farb- und Druckvariante der CSD

507005/ 507055

6

Neuheiten auf einen Blick – N

Einmalserie „Preußischer Personenzug“ der K.P.E.V.

Gleichstrom

781503

Dampflokomotive BR 01.10 mit ausgesparter Triebwerksschürze der DRB

Gleichstrom

717403

Gleichstrom-Sound

717473

stahlblau lackierte 01 1102 des privaten Eigentümers TEAG/SEH mit genormter Digitalschnittstelle

Analoge Lok

DCC-Soundvariante

717404

717474

Elektrolokomotive „Kunstlok“ Rh 1116 der ÖBB

Gleichstrom

731126

Gleichstrom-Sound

731196

Elektrolokomotive E 69 05 der DRB

Gleichstrom

737101

Gleichstrom-Digital

737171

Nachkriegsepoche III Elektrolokomotive in purpurrot

737102/ 737172

Diesellokomotive BR 221 der DB

Gleichstrom-Sound

725076

analoges Modell mit genormter Digitalschnittstelle

725006

RTS-Diesellok 221. 105

analoger Betrieb

725005

DCC-Sound

725075

Diesellokomotive BR 245 der DB AG

Gleichstrom

724501

DCC-Sound

724571

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